fernreisen mit kindern – nur mut!!!

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fernreisen und kind schließen sich nicht aus! ganz und gar nicht! ich möchte euch ein wenig von unseren erfahrungen berichten und ermutigen es allen reisenden mamis und papis gleich zu tun!!!

„eine fernreise mit kind/-ern? uih, da mutet ihr euren kindern aber viel zu.“ „12 std. im flugzeug?“…

genau so, oder so ähnlich klingen immer die reaktionen darauf, wenn wir sag(t)en, wohin es in den urlaub mit unseren kindern ging/ geht.

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wir reisen mit unseren kindern, seit sie klein sind. und wir lieben fernreisen! warum auch nicht, nur weil man kinder hat, hört ja die reiselust nicht auf. und warum sollten kleine kinder keine langstreckenflüge machen können bzw. dürfen? die kleinen stecken es viel besser weg, als wir erwachsenen denken. wir machen uns nämlich um viele dinge, viel zu viele gedanken. einfach machen, lautet daher immer unsere devise. natürlich schon überlegt und nicht völlig gedankenlos. fernreisen mit kindern bedeuten natürlich etwas mehr planung. aber, das ist auch der einzige unterschied, zu unseren fernreisen vor unseren kindern. wir können euch wirklich nur ermutigen. tut es!!! und ihr werdet überrascht und glücklich über das ergebnis und eure entscheidung sein.

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wir empfinden es als einen so wunderbaren und unbezahlbaren zugewinn für unsere kinder, wenn sie andere länder, dessen menschen und kulturen kennenlernen dürfen. die welt ist so wunderbar bunt, warum sollte ich diese schönheiten meinem kind nicht ermöglichen? und ich empfinde es als etwas ganz wundervolles, dass ich meinen kindern die welt zeigen darf… länder und städte, in denen ich/ wir bereits – teilweise auch in kleinen winzigen kinderschuhen und mit windeln unterwegs war/en. unsere kinder finden es fürchterlich spannend zu sehen, wo wir bereits selbst überall waren – gelebt oder studiert haben.

und seien wir mal ganz ehrlich, in den 70’er – dessen kind ich nämlich bin – haben unsere eltern uns ins auto gesetzt und sind bepackt bis unters dach, teilweise noch mit dachgepäckträger, über die alpen nach östereich, italien, frankreich oder ins ehemalige jugoslawien gefahren. ich weiß nicht, was da anstrengender ist ;-)))… wir sind im vergangenen sommer mit unseren kindern zum ersten mal mit dem auto in den urlaub gefahren – zu einem roadtrip nach südfrankreich! deren aussage: beim nächsten mal fliegen wir aber bitte wieder. sie und auch wir empfinden diese lange autofahrt als wesentlich anstrengender, als die selbe zeit in einem flugzeug zu verbringen. ich glaube, es ist alles eine gewohnheitssache. das was man kennt und an das man sich gewöhnt hat, ist immer das entspanntere.

deshalb wird es auch in diesem jahr erneut mit dem auto in den urlaub gehen. wir werden uns auch an diese art zu reisen „gewöhnen“ ;-)…  unser diesjähriges ziel ist die „toskana“. auch in diesem jahr wird es wieder ein roadtrip… aber wir haben auch aus unserer ersten erfahrung gelernt und werden nun auf der hin- und rückfahrt einen zwischenstopp einlegen.

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zum glück hat sich im zeitalter von instagram und social media einiges in richtung toleranz hinsichtlich reisen mit kind, klein und kleinstkind getan… seit viele eltern die elternzeit nutzen und sich eine etwas längere auszeit im ausland mit dem neuen erdenbürger nehmen und auf den social media kanälen ihre wunderbaren erlebnisse mit der welt teilen, wird es akzeptabler für viele… warum auch nicht! es ist etwas wunderbares und einzigartiges, was für immer in der erinnerung bleibt und von dem man so lange und viel zehren kann.

wenn ich daran denke, was wir uns alles anhören mussten, von unverantwortlich, bis warum meint ihr überhaupt ein kind bekommen zu müssen, war alles dabei! jaaa, manche menschen waren da sehr mitteilungsbedürftig in ihrer meinung uns gegenüber 😉

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witzig fand ich auch den mitarbeiter eines großen reisebüros in düsseldorf.

kurz vor abflug hatte ich noch ein paar fragen zur reise an unsere reisebüromitarbeiterin. leider hatte diese an dem tag frei, und so bot sich ein männlicher kollege an, mir weiter zu helfen. seine freude über das hilfsangebot seinerseits wurde allerdings sehr verhalten, als er mitbekam, dass wir diesen urlaub mit unseren kindern geplant hatten. „ob das denn wohl von uns recht überlegt wäre, diesen urlaub mit kleinen kindern zu machen. ob’s die berge nicht auch täten oder ein urlaub mit dem auto nach holland“… ich war doch mehr als irritiert!!!…“ja, es wäre ja schließlich eine zumutung für die mitfliegenden“…

ich weiß ja nicht, aber vielleicht ist dies wirklich nur wieder eine typisch deutsche sache. denn auf unseren reisen sind wir vielen eltern mit kleinen kindern begegnet, insbesondere vielen reiselustigen kleinkindeltern aus den niederlanden. sie waren immer top vorbereitet, ausgestattet und tiefenentspannt. und oft waren die kinder auch noch viel jünger als unsere. für sie war das reisen mit den kleinsten eine selbstverständlichkeit.

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wir haben das reisen mit sehr kleinen immer als sehr entspannt empfunden. sie verschlafen fast den kompletten flug. sind sie denn dann wach, werden sie gewickelt und gefüttert und schlafen erneut. ein wenig lebhafter wird es, wenn sie laufen können. aber auch da hatten wir nie probleme. sicherlich werden einige jetzt sagen: „jaaa, mit euren kindern ist das ja auch super pflegeleicht!“… n e i n… war es nicht immer!?! besonders mit unserer großen aka „die wilde hilde“ war es immer seeehr lebhaft!!!… sätze wie: „ist die immer so?“… „das ist aber ein sehr lebhaftes kind!“… oder „die ist aber sehr willensstark!“ begleitet von hochgezogenen augenbrauen und stirnrunzeln etc. waren im zusammenhang mit ihr normal!!! als unser minimann dann auf die welt kam, war es für mich eine komplett andere welt! er ist das gegenteil zu unserer großen und unser „stiller denker“! mittlerweile ist auch unsere „wilde hilde“ nur noch eine „hilde“ :-)…

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aber lustigerweise, waren unsere kinder auf den flügen immer absolute vorzeige-flugkinder! und genauso erging es auch allen fliegenden eltern in unserem umfeld… auf den flügen waren sie immer die liebsten!!! aber – und das ist unsere meinung – dafür sind wir eltern verantwortlich! wir sind entspannte wandermäuse! wir lieben es zu verreisen – ok, das kofferpacken gehört nicht dazu 😉 – und für uns war immer klar, auch unsere kinder werden kleine wandermäuse. wir haben sie von kleinst auf überall mit hingenommen! sie sind längere autofahrten und flugzeiten gewohnt!

langstreckenflüge werden von uns immer genauso durchgeplant, wie der ganze urlaub und das kofferpacken.

das tablet, die handy’s und ipot’s dieser welt waren uns dabei immer liebenswerte helferlein. so hatten wir altersentsprechende kurzfilme – wie „die sendung mit der maus“ etc. – und spiele auf dem tablet und handy dabei. ebenso hatte ich zuvor sämtliche hörspiele der kinder auf die geräte geladen. immer dabei war auch unsere pixibuchsammlung, aus der wir jederzeit vorlesen konnten. und zwischendrin gab es kleinere überraschungen! so hatte ich neue pixibücher, buntstifte, kleine aufkleber und minimalbücher sowie andere winzigkeiten als kleine überraschunen in einem reise-überraschungsbeutel“ verpackt und diese wurden dann im laufe des hin- und rückfluges hervorgezaubert. diese kleinigkeiten lassen sich z.b. bereits wochen vor dem urlaub wunderbar und völlig stressfrei planen.

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das hört sich jetzt alles sehr leicht und entspannt an! das hat aber auch damit zu tun, dass – besonders ich – immer viel geflogen bin… dadurch hatte sich bezüglich urlaubsplanung, vorbereitung und durchführung, vieles schon eingespielt. für uns war der zusatz „kind“ deshalb relativ schnell routiniert.

natürlich sind die vorbereitungen bei einem urlaub mit kind nun ein wenig umfangreicher als davor ohne kind. alleine für windeln und co. ging meistens ein koffer drauf. was aber auch wiederum seinen vorteil hatte, denn da wir nicht gerne mit viel gepäck reisen, hatten wir sehr schnell gelernt uns nur auf die notwendigen und ein, zwei besondere teilchen zu reduzieren. nur bei unseren kindern, da musste mehr  mit ;-)))… lieber ein teilchen zu viel, als zu wenig ist hier unser motto.

ich habe einmal versucht für euch eine checkliste zusammenzustellen, um die wichtigsten fragen zu beantworten.

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k i n d e r w a g e n, k i n d e r b u g g y, k i n d e r b e t t:

bei den meisten fluggesellschaften sind bis zu drei gepäckstücke für kinder frei. somit hatten wir immer einen buggy und ein reisebett dabei.

m a x i c o s i:

darf man in aller regel, bei fast allen fluggesellschaften, mit an board nehmen. was sehr praktisch ist, denn so hat das kind die möglichkeit in seiner vertrauten geborgenheit, ruhe zu finden und zu schlafen.

wichtig!!! der maxi cosi sollte vom tüv zertifiziert und “für die verwendung im flugzeug“ gekennzeichnet sein.

unter dem angegebenen link findet ihr eine liste der tüv zertifizierten babyschalen:

um ganz sicher zu gehen, ob die mitnahme eines maxi cosis an board der jeweiligen fluggesellschaft erlaubt ist, fragt ihr am besten immer vor abflug bei der jeweiligen fluggesellschaft nach. nicht, dass ihr am abflugtag eine überraschung erlebt.

s i t z p la t z  für babys, kleinkind und kind:

bis zum alter von zwei jahren besteht kein anspruch auf einen eigenen sitzplatz im flugzeug für babys und kleinkinder. d.h. ein kind ab zwei bekommt einen eigenen sitzplatz neben den eltern.

was ist im falle von turbolenzen? in diesem fall wird das baby auf dem schoß der angeschnallten mama, mittels eines sog. “loopbelts“ festgeschnalt und festgehalten.

allerdings besteht die möglichkeit für das baby oder kleinkind einen sitzplatz zu einem reduzierten preis hinzuzukaufen. dazu solltet ihr euch im vorhinein bei eurem reisebüro oder der entsprechenden airline erkundigen. in diesem falle könntet ihr euer kind im maxicosi auf dem sitz anschnallen.

für kinder bei einem gewicht zwischen 10 und 20 kg und maximal 1m größe gibt es eine alternative, die sog. “gurtsysteme“

ein vorteil, dieses gurtsystem – welches nur 500gr. wiegt – ist viel leichter zu transportieren als ein kindersitz. es besteht aus einem lehnenbefestigungsgurt, schultergurten, brustschnalle und schlaufen für den standard-beckengurt.

damit sind auch kinder über 2 Jahren auf ihrem eigenen sitz im flugzeug besser gesichert als nur mit dem beckengurt. “cares“ ist von der us-amerikanischen federal aviation authority (FAA) zertifiziert und damit auch in deutschen und europäischen flugzeugen gemäß einer empfehlung des deutschen luftfahrtbundesamtes zugelassen. es kostet rund 99 euro und ihr könnt es z.b. bei amazon* bestellen oder bei little traveller und kindersachen auf zeit  mieten.

wieviel sicherheit für euch nötig ist, kann jeder nur für sich selbst beantworten. und sicherlich ist es auch eine finanzielle frage, ob das hinzubuchen eines extra platzes möglich ist. immerhin ist das flugzeug bislang das sicherste massenbeförderungsmittel der welt.

b a b y s c h a l e/ flugbettchen:

bei den meisten fluggesellschaften ist es möglich für kinder bis zu einem alter von zwei jahren und eines bestimmten höchstgewichtes eine babyschale zu reservieren. diese babyschalen werden mittels einer verankerung an der mittelwand des flugzeuges befestigt und befinden sich somit immer vor der ersten sitzreihe.

ein riesen vorteil, denn somit hat man auch mal die möglichkeiten das kleine auf eine krabbeldecke zu den füßen auf den boden zu legen.

und ein weiterer nicht zu verachtender vorteil, man hat ausreichende bewegungsfreiheit – auch für die beine- und keinen vordermann.

somit ist schon eine sehr ruhige flugumgebung für fliegende babies- und kleinkindeltern geschaffen.

diese babybetten können im reisebüro direkt mitgebucht werden.

nachdem unsere kinder zu groß für die babybetten waren, haben wir die mitarbeiter in den reisebüros immer um eine sitzplatzreservierung direkt bei buchung gebeten.

das war auch problemlos möglich und somit war für uns ein weiterer, potentieller stresspunkt eleminiert.

h a n d g e p ä c k :

für kinder unter 2 jahren ist kein handgepäckstück erlaubt. allerdings sind die fluggesellschaften bei reisenden familien – insbesonderes auf langstrecken und mit kleinkind – sehr großzügig.

neben einem handgepäckstück darf man in aller regel auch eine handtasche mitführen ;-)… das war in unserem fall dann halt immer die windeltasche :-)… d.h. also, wir hatten immer für meinen mann und mich ein handgepäckstück dabei plus wickeltasche. damit kommt man über den flug, aus erfahrung, prima aus.

  • für die kinder:

im kleinsten alter haben wir natürlich das handgepäck gepackt. mit zwei, drei waren sie dann schon in der lage ein bischen zu helfen und die liebsten dinge mit einzupacken. und nun läuft es von alleine.

ganz wichtig!!!: das lieblingsspielzeug, lieblingskuscheltier, lieblingsbuch und kuscheldecke muss immer mit an board. absolut überlebenswichtig! nicht nur für den flug!

beschäftigung während des fluges: reisebeutel mit kleinen überraschungen. ich kaufe sie immer zwischendurch vor dem urlaub. über die monate kommen da hübsche überraschungen zustande.

  • für die mama und den papa:

essen und trinken: für baby’s und kleinkinder ausreichend flaschennahrung! wir hatten immer von mam oder avent portionierer dabei, in denen wir zuvor bereits die passende menge milchnahrung eingefüllt hatten. so brauchten wir während des fluges die stewardess nur noch fragen, ob sie uns liebenswürdigerweise wasser für die fläschchen erwärmen könnte. das ging immer völlig problemlos. durch das vorherige portionieren, blieb uns das abmessen über den wolken erspart und wir hatten das pulver ruck-zuck in der flasche und die kleinen waren versorgt, glücklich und zufrieden.

da ich für unsere kleinen immer alles selbst gekocht und in kleine avent dosen gefüllt hatte, war das für die flüge nicht anders. wir hatten einfach ein paar avent döschen mehr abgefüllt und

eingesteckt. auf dem flug haben die stewardessen uns die nahrung dann erwärmt.

ein weiterer vorteil der ersten reihe: sie befindet sich direkt hinter der boardküche. somit waren die wege sehr kurz und wir mussten nicht für jedes fläschchen oder döschen quer durch den flieger laufen um es erwärmen zu lassen. zumeist schaute eh immer wieder eine liebe stewardess bei uns ums eck.

windeln: da man ja weiß, wieviele man am tag benötigt, lässt sich die menge für die flugzeit gut berechnen. noch zwei-drei für den notfall on top und wir waren gut versorgt.

kuscheldecke: über den wolken kann es schon mal schnell etwas kühler werden. außerdem vermittelt der vertraute geruch und die vertraute decke ein wohlfühlgefühl von geborgenheit und zu hause. das beruhigt das kind schnell oder baut vor.

ersatzkleidung: es kann immer mal passieren, dass was daneben geht! sprich entweder läuft die windel über – unser minimann war ein perfekter “ritzenpiesler“ oder die milch möchte gerne noch einmal in den rückwärtsgang und das kleine menschlein spuckt, in hohem bogen, alles wieder aus. für solche momente sollte man gerüstet sein und kleidung in reserve haben. lieber gerne auch schon mal ein teilchen mehr!

flüssigkeiten mit an board:

wie schaut es bei baby und kleinkind aus? bei flüssiger kindernahrung sind die fluggesellschaften i.d.r. entspannt. aber wie bei allen tipps: erkundigt euch vor abflug über alle notwendigen regeln die eingehalten werden müssen. schließlich ändern sich regelungen immer wieder.

da wir lediglich fläschchenpulver und fertig gekochte babynahrung im handgepäck hatten, war es für uns völlig problemlos. das trinkfläschchen durfte auch immer passieren, zumal unsere meistens gerade daran nuckelten. die wasserfläschchen lassen sich jederzeit auffüllen (im flieger kann wasser abgekocht werden)

flugzeiten und flug:

mit dem rhythmus fliegen! das war uns immer sehr wichtig!

nicht bei allen flügen in alle länder ist das möglich, aber bei sehr vielen. wir hatten bei den langstreckenflügen nach mittelamerika immer glück und flüge ausgesucht, bei denen unsere kinder parktisch in ihrem rythmus weiterkonnten.

das heißt, wir sind nachmittags in den flieger. dort wartete, nach dem nachmittagssnack, als erstes der nachmittagsschlaf. somit waren in der regel immer schon die ersten zwei – drei stunden des fluges rum. nach dem aufwachen wurde die windel gewechselt, essen erwärmt, ein bisschen gespielt und gekuschelt und dann wartete auch schon die nacht. somit wurde der rest des fluges verschlafen.

wie gesagt: bei den kleinsten ist der flug eigentlich am entspanntesten.

im kleinkindalter wurden die längeren wachzeiten mit kleinen hörspielen, spielen und lesen überbrückt. auch hier war alles entspannt. zumal der erste bewusste flug ja auch viel zu spannenden war.

kleiner tipp: bevor es auf die große reise, und den ersten bewussten flug ging, haben wir mit den kindern immer über den urlaub und das fliegen gesprochen. wir haben uns bilder des urlaubsortes angeschaut, vom meer, strand, den menschen und dem essen. wir haben über das wetter und den geruch gesprochen – jedes land hat seinen ganz eigenen geruch! und auch der flug, sowie das flugzeug waren ein großes thema. hierbei hat uns das wieso? weshalb? warum? –buch zu flugzeugen seeehr geholfen.

somit waren unsere kleinen immer genauestens informiert… wussten was auf sie zukommt und waren ganz aufgeregt. sie fanden alles sehr spannend, ganz besonders gefiel es ihnen im wartebereich am fenster zu kleben und die großen flugzeuge zu bestaunen. für sie war es immer ein riesiges abenteuer. wie bereits oben geschrieben: es hängt von uns eltern ab!

d r u c k a u s g l e i c h:

ein großes thema für viele babies und kleinkinder ist der druckausgleich, den sie selbstständig i.d.r. und in dem alter noch nicht schaffen.

dabei können wir ihnen aber während der start – und landephase sehr gut helfen.

vor unserem ersten flug hatte ich mich darüber mit unserem kinderarzt unterhalten.er hatte uns meeressalz nasentropfen, kurz vor dem gang ins flugzeug in die nase gespüht, empfohlen.

und das funktioniert/e bei unseren immer super. wir hatten zwar auch immer ein trinkfläschchen für sie in der hand, aber das brauchten wir meistens nie. Auf dem ersten kurzen probeflug war unsere tochter bereits vor dem start eingeschlafen und bei unserem ersten langstreckenflug war es für sie schon das normalste der welt. von problemen mit druckausgleich keine spur. Erst ab einem alter von 2 jahren sagten sie, das sich ihre ohren doof anfühlten. Und dann konnten sie den druckausgleich schon prima schaffen. hatten wir doch vorher zu hause fleißig geübt 😉

tragetuch:

das tragetuch war für uns ein absolutes muss. bevor es aus dem flieger ging, wurde unser sohn bis auf den body ausgezogen und ins tragetuch gesetzt. mit dem kleinen mann vor dem bauch und der minimademoiselle an der hand des papas konnten wir ganz entspannt aus dem flieger raus. das handgepäck war geschultert oder auf dem rücken und so konnten wir die ersten momente unserer ankunft immer stressfrei genießen. wir hatten zeit und ruhe uns auf unsere kinder zu konzentrieren und mit ihnen die ersten eindrücke zu erleben.

die hände waren frei für die gepäck- und buggyannahme. anschließend ging es in richtung passkontrolle und alles ohne schreiende kinder und genervte eltern.

deshalb: tragetuch you are the best.

das tragetuch hilft auch, sollte euer kind sich nicht sofort einfinden können. so ist es am körper und ganz nah bei der mama. geschützt und mit dem vertrauten geruch umgeben. von dort aus lässt sich alles wunderbar und sicher erkunden.

außerdem ist es einfach toll das kleine durch die welt zu tragen!!!

j e t l a g:

eine ganz wichtige frage für viele eltern.

lasst euch dadurch nicht verängstigen. auch wir haben einen jetlag und die kinder – aus unserer erfahrung heraus – stecken ihn i.d.r. schneller und besser weg als wir :-)…

am wichtigsten: gebt euch und den kleinen alle zeit die ihr braucht. lasst sie schlafen, wann und wo sie möchten. und vor allem: plant nicht schon für den ersten tag einen anstrengenden ausflug, weil man ist ja nur zwei oder drei wochen dort und die zeit will genutzt werden. falsch!!! lasst es ruhig angehen!!!

r e i s e a p o t h e k e,  a u s l a n d s – k v  und medizinische versorgung vor ort:

bevor es auf die lange reise geht, solltet ihr euren kinderarzt aufsuchen. zum einen für eine kontrolluntersuchung vor flugantritt… kein fieber, freie nasen und ohren. und zum anderen um für alle fälle versorgt zu sein und eure reiseapotheke aufzufüllen.

  • wir hatten immer etwas gegen fieber und entzündungen dabei (ibuprofen)
  • hinzu kamen für unseren kleinen mann kortisonzäpfchen für seine kruppanfälle – die wir nie benutzen mussten, feuchtes und tropisches klima. aber sicherheit geht vor und deshalb waren und sind sie immer dabei.
  • fiebertermomether
  • mittel gegen durchfall, neben den medizinischen präparaten für kleine babies und kleinkinder gibt es auch milchnahrung, sog. heilnahrung z.b. von milupa oder humana, die bei durchfall unterstützt. sie kann als falschennahrung angerührt werden oder mit weniger wasser zu einem brei für die größeren. wir hatten sie immer im gepäck.
  • verbandsmaterial und wundsalbe
  • windelsalbe
  • salbe gegen mückenstiche, ggfls. ein antihistaminika für evtl. allergische reaktionen.
  • nasentropfen: ein abschwillend wirkendes (wir haben immer otriven dabei) und meerwasserspray um die schleimbildung flüssig zu halten, die nase zu befreien und mittelohrentzündungen vorzubeugen. die kochsalzlösung war bei unseren beiden kindern immer seeehr wichtig!

auch solltet ihr im vorfeld eine auslandskrankenversicherung abschließen und eine kreditkarte ist in diesem zusammenhang pflicht!

aus erfahrung können wir sagen: beides ist sehr wichtig! in einem urlaub hatte unsere tochter eine mittelohrentzündung und wir mussten eine klinik aufsuchen.

behandelt wird im ausland nur gegen barzahlung oder kreditkarte. nach eurer rückkehr könnt ihr dann die rechnung für die behandlung bei eurer privaten reisekrankenversicherung einreichen und ihr erhaltet den betrag zurück.

medizinische versorgung vor ort:

die war für mich/ uns immer das allerwichtigste bei reisen mit unseren kindern.

in allen größeren hotelanlagen gibt es i.d.r. eine sehr gute erste medizinische versorgung durch dort angestellte ärzte. bei größeren anlagen befinden sich auch schon einmal kleine kliniken auf dem hotelgelände. bei größeren und schwereren erkrankungen überweisen die hotelärzte immer sofort an anerkannte kliniken. aber all dies kann im vorfeld abgeklärt werden.

wichtig!: erkundigt euch vor eurem urlaub nach der medizinischen versorgung vor ort. der adac ist immer ein guter hinweisgeber. dort könnt ihr euch nach kliniken und ärzten für den jeweiligen/die urlaubsort/ -region erkundigen.

essen und trinken vor ort:

ausreichend fläschchennahrung und ggfls.gläschen mitnehmen.

unserer erfahrung nach reicht aber die fläschchennahrung. in den hotels kann man darum bitten ungewürzte nahrung (kartoffeln, fleisch und gemüse) zu bekommen.

gerade in mittelamerika sind alle seeehr kinderfreundlich… dort ist alles kein problem! 🙂

wasserkocher:

wir hatten einen kleinen reisewasserkocher gekauft und ihn immer dabei. somit konnten wir ohne sorge wasser abkochen und milchbrei anrühren oder ggfls.-fläschchen nach dem abstillen.

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sonnenschutz und schwimmhilfen:

denkt daran, dass die sonne auch schon hier im sommer sehr stark sein kann! und je näher ihr dem äquator kommt, desto stärker wird die sonne.

auch wenn ich ein dunkler hauttyp bin und mich vorwiegend mit den kindern im schatten aufhalte, ist ein lichtschutzfaktor 50+ für uns pflicht.

für unsere kinder hatten wir zusätzlich immer sonnenschutzkleidung zum schwimmen und spielen am strand dabei.

immer im gepäck waren unsere schwimmhilfen. denn unsere mademoiselle hatte keinerlei angst vor wasser und stürmte immer auf’s meer oder den pool zu. deshalb gab’s immer schwimmflügel oder einen schwimmreifen. bei unserem minimann war das anders. er mag kein wasser und ging nur auf unserem arm und auch dann nur mit seinen füßen ins wasser. das meer und der pool wurden nur aus einigen metern und somit, für ihn, sicherem abstand betrachtet.

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quallen:

quallen sind keine exoten die nur an ebenso exotischen stränden vorkommen. nein, quallenplagen gibt es auch an nordseestränden oder am mittelmeer. dafür muss man nicht weit fliegen!

erkundigt euch danach ob es aktuell an den jeweiligen stränden quallen(alarm) gibt. im netz findet ihr zahlreiche informationen und auch erste hilfe tipps, die ihr euch anschauen solltet.

in aller regel gibt es an vielen stränden taucherstationen und dort kann euch auf jeden fall schnell weitergeholfen werden.

in einem unserer mittelamerika aufenthalte hatte unsere tochter, zu dem zeitpunkt 8jahre alt, schneller eine – an den strand angeschwemmte – qualle angefasst als wir kucken konnten. und zu dem zeitpunkt war an dem strand keine rede von einer quallenplage.

kurz vor unserem urlaub hatte ich mich zum glück zum thema quallen ein wenig belesen und wusste, dass wir auf keinen fall süßwasser drüberspülen durften.

etwaiger noch anhaftender medusenschleim enthält weitere, noch nicht aktivierte nesselzellen. das süßwasser führt dazu, dass die restlichen cnidozyten (nesselkapseln) aktiviert werden, sich die nesselkapseln sozusagen entladen.

also hieß es mit der hand ab ins meerwasser und vorsichtig abspülen. anschließend haben wir die hand mit sand vorsichtig und gut abgerieben und sind zur taucherstation gelaufen. dort wurde uns ein essiggetränktes tuch und eis zum kühlen gegeben. ganz wichtig!!! viel trinken!!!

mit dieser schnellen ersten hilfe ging es unserer mademoiselle und ihrer hand ganz schnell wieder gut.

aber es ist immer vorsichtig geboten! sollte euch so etwas im urlaub passieren, beobachtet euer kind oder euch selbst. und geht nach der ersten hilfe zur sicherheit immer zu einem arzt.

so, und für alle, die bis hierher durch gehalten haben… meinen größten respekt, denn das war eine menge info….

selbst ich, die es ja geschrieben hat, musste zwischendrin pausieren 😉

und nun sage ich euch „nur mut“, „traut euch“ es ist es wert und ihr werdet ein unbeschreiblich schönes erlebnis haben und eine sehr glückliche erinnerung!!!

liebste grüße!!!

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