Gewalt an der Grundschule…

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ich bin wütend, so verdammt wütend!… ich bin traurig, so unendlich traurig!… ich bin entsetzt, fassungslos und sprachlos!!!… und ich habe angst um unseren sohn!!!

wenn man sein kind zur schule gibt, vertraut man das kostbarste was man hat, menschen an, deren aufgabe es ist, auf das wohl und die unversehrtheit der kinder aufzupassen.

unser minimann hat eine prellung und eine schwellung am ohr, prellmarken am rücken, eine beule am hinterkopf, ein hämatom und eine prellung mit schwellung am unterkiefer – weshalb ich vom arzt, für letzteres, zur abklärung in die uni-klinik überwiesen wurde, da der verdacht auf eine kieferfraktur vorlag.

die fraktur wurde in der uni zum glück nicht bestätigt. jedoch konnten die ärzte nicht ausschließen, dass evtl. doch ein haarriss vorliegt. aufgrund dessen, muss unser sohn nun zwei wochen schonkost bekommen und darf nicht am sportunterricht teilnehmen. ebenso soll er sich ruhig verhalten.

was war passiert?

vergangene woche dienstag holte ich, wie gewohnt, unseren sohn von seiner grundschule ab. unser sohn erzählte mir dabei auf dem heimweg, so als wäre es das normalste von der welt, das 4  mitschüler unter anführung zweier jungs meinen sohn ohne grund geschlagen hatten (lt.aussagen von mitschülern waren es insgs. 4-6 beteiligte jungs). es dauerte eine ganze zeit, bis diese info zu mir durchdrang. mein verstand wollte es nicht verstehen und zulassen.

als wir zu hause ankamen ließ ich mir deshalb die situation noch einmal genauer beschreiben. unser sohn beschrieb, dass er mit seinen freunden im seilgarten spielte, als diese zwei jungs mit ihren freunden auf ihn zukamen, ihn ansprachen und dann sofort schlugen. laut aussage von umstehenden kindern, wurde unser sohn dabei von dem einen festgehalten, während der andere zuschlug. auch wurde er immer wieder von anderen jungen festgehalten und es wurde versucht, ihn auf den boden zu legen. dabei wurde er laut aussage von zeugen immer wieder geschlagen und getreten.

seine freunde sind sofort losgelaufen, um hilfe zu holen. leider war keine aufsicht in der nähe. laut aussagen der streitschlichter, waren fünf von ihnen notwendig, um die jungs von unserem sohn runter- bzw. wegzubekommen. auch auf die streitschlichter wurde eingeschlagen und erst als eine lehrerin herbeikam, ließen die jungs ab.

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bereits seit dem ersten grundschuljahr, gibt es probleme mit diesen zwei jungen aus der klasse unseres sohnes. einer, der seine mitschüler immer wieder grundlos schlug und sein freund, der mitmachte, half, daneben stand und oder darüber lachte. ob er die hand auch erhoben hat? ich war nie dabei, ich kann es nicht sagen. was ich allerdings einmal beobachten musste, war, wie auch dieser junge auf dem schulhof stand und mit einem regenschrim versuchte kinder zu schlagen und auch hinter ihnen herlief um sie zu treffen. ich meldete es damals in der schule der betreuung unseres sohnes.

nun ja… aber, als sei diese ganze geschichte, die unserem sohn passiert ist, nicht als solches schon schlimm genug, so mussten wir anschließend von einem der beteiligten jungs – im gespräch zusammen mit seinen eltern – erfahren, dass diese zwei jungs sich zu pausenbeginn abgesprochen hatten, wen sie am dienstag ärgern und schlagen und, dass sie sich für unseren sohn entschieden hätten. er sagte uns dass sie dies immer so machen. sie sprechen sich zu beginn der pausen ab und rufen auch weitere jungs dazu. wir fragten ihn warum er da mitmachen würde, denn so würden wir ihn nicht kennen. daraufhin erwiderte er seinen eltern und uns gegenüber, dass er angst vor diesen jungs hat, weil sie ihn sonst auch schlagen würden. wir waren fassungslos über diese bereits vorhandenen strukturen.

es hätte am dienstag also auch jedes andere kind treffen können. denn, wie uns nun im nachhinein durch eltern von mitschülern mitgeteilt und auch geschrieben wurde, so wurde von deren kindern diese aussage bestätigt und gesagt, dass dies regelmäßig passiert. dabei waren die eltern ebenso über die art erschrocken, wie ihre kinder davon berichteten. als wäre es das normalste der welt und gehöre zum altag dazu… „ach, das machen die doch jeden tag…“ so etwas darf “nie“ normal für kinder sein. so sollte sich auch kein kind in der schule fühlen müssen. immer mit der befürchtung an diesem oder einem anderen tag evtl. auch geschlagen zu werden.

ihr könnt euch sicherlich vorstellen, wie entsetzt und geschockt die eltern dieses jungen und wir über dessen aussagen waren.

im erwachsenenstrafrecht sprechen wir hier von vorsätzlicher körperverletzung!!! wir sind an einer grundschule und die jungs sind gerade mal sieben jahre alt!!!

was bitte ist das!?! natürlich fragen wir uns auch, wo war die pausenaufsicht? warum hat mich niemand über diesen massiven vorfall bei abholung unseres sohnes infomiert? stattdessen musste ich es von meinem sohn erfahren. es hätten noch weitaus schlimmere verletzungen vorliegen können. was wenn er durch einen tritt in den bauchraum schwer verletzt worden wäre? ich darf darüber gar nicht nachdenken. ich mache wirklich sorgen, wenn ich meinen sohn wieder in die obhut dieser schule gebe.

natürlich könnten wir nun unseren sohn von der schule nehmen. aber warum müssen immer die opfer gehen, während die täter bleiben dürfen, therapie und begleitung bekommen? ich kann es nicht begreifen.

erst im vergangenen sommer hatten wir mit sechs weiteren elternpaaren unsere tochter zu ihrem neuen gymnasium wechseln lassen. und das nur, weil auch hier am alten gymnasium ein junge in der klasse war, der zuvor zwei grundschulen aufgrund seines verhaltens verlassen musste, der den kindern gegenüber gewalttätig war, der stahl, pöbelte, respektlos gegenüber schülern und lehrern war und der mit seinem verhalten den kompleten unterrichtsablauf störte. dieser junge ist nun noch immer da, kassiert eine abmahnung nach der anderen, aber muss die schule nicht verlassen.

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ich verstehe die welt nicht mehr. täterbetreuung und -schutz und die opfer müssen weiterhin in der schule neben ihnen sitzen oder in letzter konsequenz diese selbst verlassen.

am freitag rief uns die klassenlehrerin unseres sohnes an. sie wollte sich erkundigen wie es ihm ging, da unser sohn natürlich für den rest der woche krank gemeldet und dem unterricht fern geblieben war. sehr lieb!!!… „aber“… und nun kam etwas für uns wieder völlig verwirrendes und unverständliches…

man hätte mit den jungs gesprochen und auch herausgefunden, dass die schilderungen der anderen mitschüler zutreffend waren. sprich, es war ein geplantes und abgesprochenes vorgehen dieser jungen!!!

man habe nun ein ernstes gespräch mit ihnen geführt, sie mussten eine entschuldigung schreiben und haben dieser ein geschenk hinzugefügt. ob selbst gebastelt oder gekauft… ich habe keine ahnung. es ist ja aber auch egal. beides musste der direktorin übergeben werden und liegt nun für unseren sohn dort bereit.

am montag fand wie geplant ein klassenausflug zum zoo statt und auch diese jungs durften daran teilnehmen. ihr könnt euch sicherlich vorstellen, wie irritiert wir sind.

so sollen die konsequenzen für ein solches ernst zu nehmendes verhalten aussehen!?!

kritisch finde ich die fremd bestimmten und befohlenen entschuldigungen und geschenke. noch dazu dürfen sie an einem tollen klassenausflug teilnehmen, statt als erste maßnahme, hiervon ausgeschlossen zu werden. welches signal gibt man durch solch ein vorgehen den kindern? ich schlage jemanden, schreibe einen kleinen zettel und kaufe mich anschließend durch ein geschenk auch noch frei? kann aber genauso weitermachen wie bisher, denn vor wirklichen sanktionen brauche ich mich ja nicht zu fürchten? also, habe ich einen grund mein verhalten zu ändern? ich denke, nicht wirklich!!!

für uns stellte sich nun die frage, wie erklären wir all dies unserem sohn? nach einer nacht bedenkzeit hatten wir unserem sohn am wochenende davon erzählt. er möchte keine entschuldigung… „die haben mir zu oft wehgetan. außerdem meinen die das sowieso nicht ernst und werden es wieder machen“… schock über diese aussage für uns!… „…und die geschenke möchte ich auch nicht haben. die erinnern mich nur immer wieder daran, was die gemacht haben“… ich bin so stolz auf unseren minimann!!! und wir unterstützen ihn in allem. anschließend fing er an zu weinen, weil er nicht mehr an all das denken wollte. “…wenn die beiden doch nur endlich aus meiner klasse weg wären…“, sagte er.

wir bezweifeln, dass das passieren wird. stattdessen muss er weiterhin mit ihnen in den unterrricht.

was ich hier berichte, hat nicht etwa an einer grundschule in einem sozialen brennpunkt stattgefunden. und auch diese jungs sind keine hartz-vier kinder oder kinder aus sozialschwachen familien!!! oder haben einen immigrationshintergrund!!! nein!!!

ganz im gegenteil!!! wir wohnen vor den toren düsseldorfs auf dem land in einer sehr, sehr guten wohngegend. diese kinder sind deutsche akademikerkinder!!! wie auch unsere!!!

wir haben zuvor in düsseldorf gewohnt und sind eigentlich der kinder wegen aufs land gezogen. unsere einrichtungen, die unsere kinder in düsseldorf besuchten, waren alle sozial und kulturell gut durchmischt, aber derartiges haben wir dort nie erleben müssen. allerdings vielleicht auch deshalb, weil es sich bei diesen immer um konfessionelle einrichtungen handelte.

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hier nun, in den von unserem sohn besuchten einrichtungen, gibt es dieses unsoziale verhalten bereits seit dem kindergarten und wurde eins-zu-eins so mit in die schule übertragen. bereits im kindergarten gab es auffälligkeiten. wir selbst sind wegen zweier vorfälle zum kindergarten und haben um aufklärung gebeten, damit dies nicht mit in die grundschule übergeht. guter gedanke, aber keinerlei bereitschaft diesbezüglich vom kindergarten… eine mutter berichtete davon, dass ihre tochter erzählte, dass zu kindergartenzeiten diese jungs bereits die mädchen immer solange ärgerten bis sie sie in den schuppen gelotst hätten und diesen dann zuschlossen!?! warum hat hier der kindergarten nicht schon reagiert!?!

oder hat der kindergarten hingehört, aber die eltern hatten eine andere meinung dazu?

was ist mit den eltern dieser jungen!?! was sagen diese dazu!?! arbeiten sie mit!?! ein tiefer und schwerer atemzug!!!

also, was den kindergarten anbetrifft… keine ahnung!!!

ich habe lediglich die aussage einer betreuerin:“…problem bekannt, kind lässt sich nichts sagen…“ „…gespräche mit den eltern zeigen leider keine wirkung“

so ähnlich schaut es auch nun aus.

die eine mutter sagte mir im ersten grundschuljahr, nicht ihr sohn habe ein problem, sondern die kinder, die sich ihm nicht widersetzen könnten. das ist nicht ihr problem. außerdem passiert das in der schule und somit müssten sich die lehrer darum kümmern und nicht sie. des weiteren würde sie sich dann kümmern, wenn sie meinen würde, dass es notwendig wäre. und das sähe sie nicht.

die anderen eltern sind der meinung ihr sohn wäre dem jeweils anderen hörig und er wäre kein schläger, er würde so etwas nicht tun.

reaktionen dieser eltern nach unserem vorfall?…

die einen eltern haben keinerlei reaktionen gezeigt, so wie bereits erwartet aufgrund anderer berichte. als wir bei ihnen zu hause waren, um sie über den vorfall zu informieren und sie um klärung mit ihrem sohn gebeten haben, war deren einzige reaktion „…aha, ja, davon weiß ich nichts. gebt mir bitte die namen der streitschlichter…“ ??? kein, oh, wie schlimm… das tut mir leid!… nichts!!!

die reaktion der eltern des anderen jungen war bei unserem besuch zunächst… ehrlich erschrocken!… es tut mir leid!… also, auf jeden fall positiv! anschließend bekamen wir, wie immer, eine entschuldigung per whatsapp von ihnen!!!

-wir können nicht verstehen, wie man so etwas wichtiges per whatsapp klären möchte!?!- *kopfschüttel*

danach bekamen wir eine emotionale whatsapp nachricht dieser eltern und einen anruf des vaters in dem uns klar und massiv mitgeteilt wurde ihr sohn wäre kein schläger.

wir hatten wirklich gehofft, in einem persönlichen gespräch vieles klären zu können :-((

es steht hier überhaupt nicht zur diskussion ob er ein schläger ist oder nicht… fakt ist, die jungs waren beide beteiligt. ob nun durch ausgeführte schläge und tritte oder durch festhalten unseres sohnes, damit der andere diese ausführen konnte. selbst ein nur festhalten, dabei stehen und es cool finden, dass andere kinder geschlagen werden ist nicht weniger schlimm. als wenn der fakt „der sohn ist kein schläger“ das geschehene besser macht.

mittlerweile waren wir am montag auf dem klassenausflug im zoo, woran auch diese beiden jungs teilnehmen durften. und es kam dazu, dass der anführer dieser beiden unseren sohn, in meinem beisein, erneut schlug!!! es zeigt also, dass selbst dieser massive vorfall mit den bisher geführten gesprächen und konsequenzen durch die schule mit den kindern und deren eltern, der verlangten entschuldigung und dem geschenk „null“ gebracht haben.

ich bin natürlich besorgt! wie soll es weitergehen? worauf soll gewartet werden, bis deutliche konsequenzen möglich sind? muss dabei auf den nächsten vorfall gewartet werden? muss es soweit kommen, dass ein kind vielleicht noch ernster verletzt wird?

ich hoffe die schule wird das richtige tun!

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17 Gedanken zu “Gewalt an der Grundschule…

  1. Sehr befremdlich, was du da schreibst! Du handelst meiner Meinung nach total richtig, indem du nicht locker lässt, wenn es darum geht, die Täter „zur Rechenschaft“ zu ziehen! Sowas darf man keinesfalls einfach unter den Tisch kehren lassen! Woher diese Jungen ihr aggressives und auch absolut dummes Verhalten haben, sei dahingestellt. Auch ich sehe hier die Schule in der Pflicht zu handeln. Spätestens nach dem zweiten Mal müsste eigentlich ein Schulverweis her. Es kann doch nicht sein, dass dein Kleiner in seiner „Opferrolle“ das quasi aussitzen muss. Hast du schonmal mit den Eltern von den Tätern gesprochen? Wahrscheinlich würde es nichts bringen, aber hier gehören deutliche Konsequenzen her. Gibt es einen Schulpsychologen oder einen Streitschlichter in eurer Schule? Sollte die Schulleitung hier nicht weiter reagieren, würde ich da tatsächlich massiver auf eine Lösung drängen.

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    1. Wir werden auf keinen Fall die Opferrolle akzeptieren. Wir werden weiter kämpfen für unseren Sohn, aber auch für die anderen Kinder in der Klasse. Es gibt zum Glück noch einige Möglichkeiten. An unserer Schule gibt es leider keine Schulpsychologin oder Schulsozialarbeiterin. All diese weiteren Stellen müssen auch von der Schulleitung angefordert werden. Wir wollen auf jeden Fall versuchen unsere Schulleitung davon zu überzeugen.

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  2. Fassungslos – ich bin Fassungslos! Ich selbst musste in meiner Schulzeit Gewalt körperlicher als auch seelischer Natur ertragen und finde es einfach furchtbar das es nun immer früher anfängt mit der Gewaltkultur unter Kindern, ich habe dazu selbst auch einen Bericht geschrieben!
    Ich habe keine Kinder, aber alleine bei dem Gedanke daran kommen mir die Tränen und ich kann mir sehr gut die Hilflosigkeit in so einem Fall vorstellen, als betroffenes Kind als auch als Elternteil.

    An Ihrer Stelle würde mich mit der Schulleitung zusammensetzen und Klartext reden was die Folgen dieser Vorfälle angeht, denn nach meiner Auffassung scheint es ja die Regel zu sein das keine Aufsichtsperson in der Pause anwesend ist, sonst wäre es den beiden Tätern und ihren Mitläufern nicht möglich sich so regelmäßig zu verabreden und diese Gewalttaten durchzuführen! Daher ergibt sich für mich durchaus die Möglichkeit die Schule wegen Verletzung der Aufsichtspflicht anzuzeigen und das würde ich der Schulleitung auch ganz klar so sagen!
    Eventuell würde ich weitere Eltern der Betroffenen Schüler mit in’s Boot holen zur Unterstützung dieses Vorhabens!
    Ich weiß nicht ob sie davon gehört haben, aber in Euskirchen wurde gerade ein 12-Jähriger von mitschülern ins Koma-Geprügelt hier ein Bericht dazu. Unter Betrachtung dieses Vorfalls ist es umso alarmierender was hier mit ihrem Sohn passiert ist!
    Liebe Grüße und gute Besserung an den Minnimann
    Tama ❤

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    1. Liebe Tama,
      mobbing in der Schule bleibt für das Opfer ein lebenlang in Erinnerung. Ich bin da ganz bei Ihnen, dass deshalb Mobbing und Gewalt an Schulen massiv bekämpft werden muß. Mit der oft praktizierten Wattebäuschchenpädagogik wird sich nichts ändern. Deshalb werden wir als Eltern nicht nachgeben. Und mit uns sind viele Eltern unserer Schule an unserer Seite. Zusammen hoffen wir etwas ändern zu können.

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  3. Mir fehlen die Worte. Ich möchte gerade einfach nur die Arme über den Kopf schlagen und omg rufen. 😮 es ist einfach unfassbar was deinem Sohn passiert ist und noch viel viel schlimmer empfinde ich das die Schläger/Täter es sogar in deiner Anwesenheit wiederholten. Das die Schule so gar nichts unternimmt finde ich mehr als erschreckend. Ich würde das ja melden zum Beispiel beim Jugendamt denn in meinen Augen haben die Eltern ja total versagt. Ich wünsche dir sowie deinem Kind viel Kraft und ihm eine gute Besserung.

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    1. Liebe Sarah,
      am liebsten hätte ich in der vergangenen Woche laut geschrien. Die Fassungslosigkeit über das Ausmaß dieses Vorfalles war unendlich. Es fällt uns immer noch schwer das Geschehene zu begreifen. Wir hoffen wirklich sehr, dass die Schulleitung Konsequenzen aus diesem Vorfall zieht. Wir werden auf keinen Fall nachgeben.

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  4. Kinder können zwar grausam sein – aber das geht definitiv zu weit! Kann man in dem Fall nicht auch mal das Oberschulamt – oder noch weiter… Aufs Jugendamt zugehen? Anscheinend gibt’s da ja nicht nur in der Schule, sondern auch im Elternhaus Probleme.

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  5. Ich bin entsetzt, am allermeisten über das Verhalten der Schule. Klar ist, die Eltern sind natürlich verantwortlich, auch wenn ihr Kind in der Schule gewalttätig ist, aber Vorallem ist es Aufgabe der Schule die anderen Kinder zu schützen. Hast du die Situation mal der landesschulbehörde gemeldet?

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  6. Ich hab das gad völlig entsetzt gelesen! Dass diese Jungs das deinem und anderen Kindern antun können, unglaublich dass hier keine ernsthafte Konsequenz folgt! Die beiden Haupttäter wären bei mir nicht mit auf den Ausflug gekommen, sie dürften auch nur noch direkt mit der Hofaufsicht in höchstens 2m Abstand auf den Hof oder könnten ihre Pausen getrennt in zwei Klassenzimmern verbringen – so können sie weder Verabredungen treffen noch etwas anstellen – auch wenn das mehr Arbeit für die Lehrer ist aber die Schule muss derartiges verhindern. Auch die Eltern würde ich in die Pflicht nehmen – und wenn es eine Zwangstherapie wäre wo die richtige Erziehnung und die Täter über ihr falsches Verhalten was lernen. Denn wenn die sich nicht bald ändern werden die weiter machen und ohne Konsequenzen wird das so weit gehen bis wirklich jemand ernsthaft verletzt wird. Bleibt da hartnäckig und versucht es an allen möglichen Stellen – und am besten mit den Eltern der anderen Opfer zusammen. Ich wünsch dem kleinen Mann gute Besserung. Vielleicht wäre es für ihn gut wenn er Karate, Judo oder ähnliches lernen würde – das stärkt sein Selbstbewusstein weiter und er lernt Handgriffe um sich zu wehren (vielleicht hilft dies als Abschreckung). Ich weiß nicht was ich alles tun würde wenn es mein Kind wäre, aber ich würde definitiv niemals Ruhe geben und nachlassen, und das würde ich allen Beteiligten klarmachen!

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    1. Liebe Leila,
      ja, das wäre auch meine erste Maßnahme gewesen. Bei mir wären Sie auch nicht mit auf den Klassenausflug gekommen. Ich hätte sie getrennt in die Parallelklassen gegeben, denn schließlich war der Klassenausflug eine schulische Veranstaltung und darf nicht ersatzlos ausfallen. Dort hätten sie einen Aufsatz zum Thema Schlagen schreiben dürfen. Auch in der zweiten Klasse können die Kleinen bereits ein paar Sätze schreiben.
      Alle Therapien, sowie die Einschaltung unterschiedlicher Stellen obliegt der Schulleitung. Auf reinen Zuruf betroffener Eltern passiert leider nichts. Der sog. Schupsychologische Dienst kann nur durch die Schule oder aber durch die Eltern der schlagenden Kinder beauftragt werden. Traurig, aber leider war 😦
      Gestern hatte unser minimann bereits seine erste Krav Maga Stunde. Allerdings durfte er nur zuschauen, da er ja aufgrund seiner Kieferverletzung noch eine weitere Woche keinen Sport machen darf. Aber alleine das Zuschauen hat ihm so unglaublich gefallen. In seinen Gedanken sieht er sich bereits, wie er sich beim nächsten Mal richtig verteidigen kann. Er ist begeistert und richtig stolz.
      Wir werden hartnäckig bleiben und nicht nachlassen. Es ist wichtig, dass wir uns wehren. Wir werden zum Glück von vielen Eltern der Schule unterstützt. Darunter sind auch Eltern anderer Klassen.

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  7. „die eine mutter sagte mir im ersten grundschuljahr, nicht ihr sohn habe ein problem, sondern die kinder, die sich ihm nicht widersetzen könnten. das ist nicht ihr problem. außerdem passiert das in der schule und somit müssten sich die lehrer darum kümmern und nicht sie. (…)“ – Hat diese Frau einen Schuss??? Ich bin gerade wirklich sprachlos! Tut mir leid, dass dein kleiner Sohn das mitmachen muss. LG, Inka

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    1. Liebe Inka,
      ganz, ganz lieben Dank. Jaaa, Eltern habe unterschiedliche Meinungen zur Erziehung ihrer Kinder!!! Was als solches ja auch nicht schlimm ist. Jeder hat die Freiheit so zu leben, wie er möchte. Allerdings hört diese Freiheit für mich dort auf, wo die Freiheit anderer beschnitten wird. Wenn mein Kind sich so verhalten würde, dass es andere Kinder fahrlässig oder mit Vorsatz verletzt, so wäre mir klar, dass ich ihm an irgendeiner Stelle in seinem kleinen Leben den Unterschied zwischen richtig und falsch nicht vernünftig und klar vermittelt hätte. Und es würde bei uns klare Sanktionen geben. Wir lehnen Gewalt in jeglicher Hinsicht ab. Man kann sich verbal wehren. Und man sollte jeden anderen Menschen genauso behandeln, wie man selbst behandelt werden möchte. Das Leben ist doch viel schöner, wenn man zusammen das Leben genießt und Spaß hat.
      Und gerade in diesem Alter ist das Leben doch noch so aufregend und spannend. Die Kleinen sind hoch motiviert und wissbegierig. Sie wollen entdecken, spaß haben und viel lachen. Und die Schule sollte ihnen dafür auch den geschützten Raum bieten, wo sie all dies voller Vertrauen ausleben dürfen. Sie sollten sich keine Gedanken darüber machen müssen, was die anderen Kinder über sie denken und ob sie sie vielleicht auf irgendeine Art provoziert haben könnten, so dass sie geschlagen werden könnten.
      Wir werden auf jeden Fall dafür kämpfen, dass dies an der Schule unseres Sohnes auch wieder möglich sein kann.

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      1. Toll geschrieben! Meine Tochter ist noch weit entfernt vom Schulalter, aber dein Beitrag hat mich wirklich berührt und beschäftigt. Ich wünsche euch von Herzen viel Erfolg und dass dein Sohn (sowie die anderen Kinder) seine Schulzeit ohne Angst genießen kann. Alles Liebe!

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  8. Oh je, das ist aber wirklich schlimm, was du da schilderst! Auch, dass die Eltern scheinbar keinerlei Einsicht zeigen…
    Ganz ehrlich? Ich würde mir diesen kleinen Unruhestifter selbst mal zur Brust nehmen – ihm sagen, dass er deinen Sohn nicht schlagen soll. Und wenn er es doch tut – und ihn vor allem wieder so massiv verletzt !! – dann würde ich die Polizei einschalten. Natürlich würde die Anzeige fallen gelassen werden (müssen), da der Täter ja erst 7 Jahre alt ist.
    Vielleicht rüttelt das aber die Eltern endlich einmal auf? Wenn die Schule schon nicht reagiert und sich nicht in der Verantwortung sieht…
    Oder eventuell doch einmal ein klärendes Gespräch mit der Direktorin/ dem Direktor suchen? Von selbst werden die Kinder auf jeden Fall nicht aufhören.

    Liebe Grüße und alles Gute für deinen Sohn,
    Juli

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  9. Auch wenn meine Kinder selbst solche Erfahrungen nicht machen mussten, es erschreckt mich wie Kinder sich so verhalten können und hinterlässt viele Fragen. Warum hat man so wenige Möglichkeiten hier etwas zu tun, wenn Eltern derart uneinsichtig sind? Und wo soll das alles noch hinführen? Frage mich, ob man da nicht auch mal das Jugendamt einschalten kann.

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    1. Liebe Elke,
      naja, es gibt schon einige Möglichkeiten für Schulen. Sie müssten diese Optionen nur auch bereit sein zu nutzen. Warum Schulen dies nicht tun, kann ich nicht sagen.
      Die Einschaltung verschiedener Ämter kann nur durch die Schulleitung erfolgen. Was natürlich dem Schutz vor Willkür dient.
      Wir hoffen, dass die Schule die richtigen Wege geht und es schafft, allen Kindern in der Klasse zu helfen. Und wir hoffen, dass das Schlagen aufhört. Die Kinder sollen mit Freude und ohne Angst in die Schule gehen dürfen. Solange Schulen es nicht schaffen, Situationen wie die unsere in den Griff zu bekommen, solange wird es zu Taten kommen, wie in Euskirchen. Und das finden wir beängstigend und erschreckend.
      GLG,
      Tanja

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